Einfach dem Lachen nach

 

 

Von Doris Theato Im Bahnheim wohnt es sich wie im grünen Paradies, sagt Helga Geisbauer und will einfach mal den Menschen danke sagen, die das Leben genau hier so schön machen. Danke für die besten Schneckennudeln, den geliehenen Zucker und für die große Hilfsbereitschaft einer Nachbarschaft, die immer zur Stelle ist.

 

Der Weg ist leicht zu finden. Einfach dem Lachen nach, vorbei an ganz viel Grün, an dicken Salatköpfen und noch mehr bunten Blumen. In der Mitte der Gärtchen im Bahnheim hängt ein angepinselter "Infokasten", darüber fragt eine Tafel nach dem Termin für das nächste Haus- und Hoffest. Hinten am Ende liegt das Gartenhäuschen von Helga und Reimund Geisbauer. Gemütlich geht es hier zu. Christa Elsenbast hat einen Hochzeitskuchen mitgebracht. Zum Backen von Schneckennudeln hat die Zeit nicht gereicht. Sie war noch auf der Arbeit, hat die Kinder im Kindergarten bekocht. Der Kaffee will nicht so recht. Die Kanne im Gartenhäuschen leckt. Kein Problem, wird halt im Haus gekocht.

 

Überhaupt: Hier im Bahnheim gibt es keine Probleme, nur nette Nachbarschaft. Trotz eines bunten Altersmix", die Chemie stimmt, sagt Helga Geisbauer. Sie selbst ist 63. Der Mann am Rasenmäher heißt Jürgen Krapf und ist 52. Für ihn und seine Frau Bärbel ist es überhaupt keine Frage, für die anderen da zu sein. Reimund Geisbauer ist 74. „Gesundheitlich klappt nicht mehr alles", sagt er selbst, ist froh, dass er außer den Krapfs, mit Peter und Monika Korn gleich noch weitere tatkräftige Nachbarn zur Seite hat. "Selbst wenn die Schublade im Haus klemmt, kann ich um Hilfe rufen. Es kommt immer jemand", ist Geisbauer absolut dankbar. Mit dabei, wann immer sie Zeit hat, ist auch die 34-jährige Tanja Korn, Tochter der Korns." Ich wohne im Haus daneben", sagt sie und dass sie froh ist, endlich mal zeigen zu können, wie schön es doch im Bahnheim ist.

 

„Hier ist das grüne Paradies!" Da sind sich alle Nachbarn einig. Nur dass hier keiner den anderen mit einem Apfel aus dem Paradies vertreiben will. Im Gegenteil. Hat einer der Nachbarn beim Pflanzen im Nutzgarten noch Setzlinge übrig, dann landet ein Zettel im Infokasten "Tausche Gemüsepflanzen gegen einen Kopfsalat!" Hier verkommt nichts. Und im Winter, sieht man sich da auch so oft? Klar, wir sind auch im Winter immer im Garten, folgt von allen die Antwort. "Wisst ihr noch, wie wir mit drei langen Unterhosen übereinander im Garten gefeiert haben?", amüsiert sich Helga Geisbauer.

 

Seit 1994 wohnen die beiden Rentner nun schon im Bahnheim. „ Die Wohnung haben wir nur wegen des Gärtchens genommen." Den saarländischen Akzent kann Reimund Geisbauer nicht verbergen. Er stammt aus Großrosseln bei Völklingen, direkt an der französischen Grenze. War Bergmann und ist bei der Bahn in der Gepäckabfertigung in Kaiserslautern gestrandet. Das Bahnheim ist die dritte Wohnung in Kaiserslautern. Das Beste, was es zu vergeben gab, sind sich die Rentner einig. Der Sohn ist längst außer Haus. Weit gekommen ist er nicht. Er wohnt um die Ecke.

 

"Wir haben Geisbauers mit offenen Armen aufgenommen und ihnen pfälzisch beigebracht", frotzelt Peter Korn, ein ehemaliger Opelaner, ein bisschen. Er und der „Rasenmähermann" Jürgen Krapf, der noch bei Opel arbeitet, haben die gemütliche Gartenlaube der Geisbauers gebaut. Einfach so? Nein, natürlich nicht, ist zu hören. Im Gegenzug durften Geisbauers das ein oder andere Fest ausrichten. Bei einem gab es dann eine Urkunde, die bis heute gerahmt bei den Geehrten hängt. „ Für die Besten Nachbarn der Welt", steht darüber. Unterschrieben hat es Helga Geisbauer im Jahre 2001! Im Bahnheim hält die gute Nachbarschaft.

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